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	<title>Gedichte von Eduard Möricke</title>
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		<title>Die Elemente</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:10:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am schwarzen Berg da steht der Riese, Steht hoch der Mond darueber her; Die weissen Nebel auf der Wiese Sind Wassergeister aus dem Meer: Ihrem Gebieter nachgezogen Vergiften sie die reine Nacht, Aus deren hoch geschwungnem Bogen Das volle Heer der Sterne lacht. Still schaut der Herr auf seine Geister, Die Faust am Herzen fest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am schwarzen Berg da steht der Riese,<br />
Steht hoch der Mond darueber her;<br />
Die weissen Nebel auf der Wiese<br />
Sind Wassergeister aus dem Meer:<br />
Ihrem Gebieter nachgezogen<br />
Vergiften sie die reine Nacht,<br />
Aus deren hoch geschwungnem Bogen<br />
Das volle Heer der Sterne lacht.<br />
<span id="more-81"></span></p>
<p>Still schaut der Herr auf seine Geister,<br />
Die Faust am Herzen fest geballt;<br />
Er heisst der Elemente Meister,<br />
Heisst Herr der toedlichen Gewalt;<br />
Ein Gott hat sie ihm uebergeben,<br />
Ach, ihm die schmerzenreichste Lust!<br />
Und namenlose Seufzer heben<br />
Die ehrne, goettergleiche Brust.</p>
<p>Die Keule schwingt er jetzt, die alte,<br />
Vom Schlage droehnt der Erde Rund,<br />
Dann springt durch die gewaltge Spalte<br />
Der Riesenkoerper in den Grund.<br />
Die fest verschlossnen Feuer tauchen<br />
Hoch aus uraltem Schlund herauf,<br />
Da fangen Waelder an zu rauchen,<br />
Und prasseln wild im Sturme auf.</p>
<p>Er aber darf nicht still sich fuehlen,<br />
Beschaulich im verborgnen Schacht,<br />
Wo Gold und Edelsteine kuehlen,<br />
Und hellen Augs der Elfe wacht:<br />
Bruenstig verfolgt er, rastlos wuetend,<br />
Der Gottheit grauenvolle Spur,<br />
Des Busens Angst nicht ueberbietend<br />
Mit allen Schrecken der Natur.</p>
<p>Soll er den Flug von hundert Wettern<br />
Laut donnernd durcheinander ziehn,<br />
Des Menschen Huette niederschmettern,<br />
Aufs Meerschiff sein Verderben spruehn,<br />
Da will das edle Herz zerreissen,<br />
Da sieht er schrecklich sich allein;<br />
Und doch kann er nicht wuerdig heissen,<br />
Mit Goettern ganz ein Gott zu sein.</p>
<p>Noch aber blieb ihm eine Freude,<br />
Nachdem er Land und Meer bewegt,<br />
Wenn er bei Nacht auf oeder Heide<br />
Die Sehnsucht seiner Seele pflegt.<br />
Da haengen ungeheure Ketten<br />
Aus finstrem Wolkenraum herab,<br />
Dran er, als muessten sie ihn retten,<br />
Sich schwingt zum Himmel auf und ab.</p>
<p>Dort weilen rosige Gestalten<br />
In heitern Hoehen, himmlisch klar,<br />
Und fest am goldnen Ringe halten<br />
Sie schwesterlich das Kettenpaar;<br />
Sie liegen aengstlich auf den Knieen<br />
Und sehen sanft zum wilden Spiel,<br />
Und wie sie im Gebete gluehen,<br />
Loest, wie ein Traum, sich sein Gefuehl.</p>
<p>Denn ihr Gesang toent mild und leise,<br />
Er ruehrt beruhigend sein Ohr:<br />
O folge harmlos deiner Weise,<br />
Dazu Allvater dich erkor!<br />
Dem Wort von Anfang muss du trauen,<br />
In ihm lass deinen Willen ruhn!<br />
Das Tiefste wirst du endlich schauen,<br />
Begreifen lernen all dein Tun.</p>
<p>Und wirst nicht laenger menschlich hadern,<br />
Wirst schaun der Dinge heilge Zahl,<br />
Wie in der Erde warmen Adern,<br />
Wie in dem Fruehlingssonnenstrahl,<br />
Wie in des Sturmes dunkeln Falten<br />
Des Vaters goettlich Wesen schwebt,<br />
Den Faden freundlicher Gewalten,<br />
Das Band geheimer Eintracht webt.</p>
<p>Einst wird es kommen, dass auf Erden<br />
Sich hoehere Geschlechter freun,<br />
Und heitre Angesichter werden<br />
Des Ewigschoenen Spiegel sein,<br />
Wo aller Engelsweisheit Fuelle<br />
Der Menschengeist in sich gewahrt,<br />
In neuer Sprachen Kinderhuelle<br />
Sich alles Wesen offenbart.</p>
<p>Und auch die Elemente moegen,<br />
Die gottversoehnten, jede Kraft<br />
In Frieden auf und nieder regen<br />
Die nimmermehr Entsetzen schafft;<br />
Dann, wie aus Nacht und Duft gewoben,<br />
Vergeht dein Leben unter dir,<br />
Mit lichtem Blick steigst du nach oben,<br />
Denn in der Klarheit wandeln wir.</p>
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		<title>Auf ein Ei geschrieben</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ostern ist zwar schon vorbei, Also dies kein Osterei; Doch wer sagt, es sei kein Segen, Wenn im Mai die Hasen legen? Aus der Pfanne, aus dem Schmalz Schmeckt ein Eilein jedenfalls, Und kurzum, mich tät&#8217;s gaudieren, Dir dies Ei zu präsentieren, Und zugleich tät es mich kitzeln, Dir ein Rätsel drauf zu kritzeln. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ostern ist zwar schon vorbei,<br />
Also dies kein Osterei;<br />
Doch wer sagt, es sei kein Segen,<br />
Wenn im Mai die Hasen legen?<br />
Aus der Pfanne, aus dem Schmalz<br />
Schmeckt ein Eilein jedenfalls,<br />
Und kurzum, mich tät&#8217;s gaudieren,<br />
Dir dies Ei zu präsentieren,<br />
Und zugleich tät es mich kitzeln,<br />
Dir ein Rätsel drauf zu kritzeln.<br />
<span id="more-79"></span></p>
<p>Die Sophisten und die Pfaffen<br />
Stritten sich mit viel Geschrei:<br />
Was hat Gott zuerst erschaffen,<br />
Wohl die Henne? wohl das Ei?</p>
<p>Wäre das so schwer zu lösen?<br />
Erstlich ward ein Ei erdacht:<br />
Doch weil noch kein Huhn gewesen,<br />
Schatz, so hat&#8217;s der Has gebracht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der junge Dichter</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn der Schönheit sonst, der Anmut Immer flüchtige Erscheinung, Wie ein heller Glanz der Sonne, Mir zu staunendem Entzücken Wieder vor die Sinne trat; Wenn Natur mir oft und alles Erdenlebens liebe Fülle Fast zu schwer am Busen wurde, Daß nur kaum ein trunknes Jauchzen Noch der Ausdruck lautern Dankes Für solch süßes Dasein war: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn der Schönheit sonst, der Anmut<br />
Immer flüchtige Erscheinung,<br />
Wie ein heller Glanz der Sonne,<br />
Mir zu staunendem Entzücken<br />
Wieder vor die Sinne trat;<br />
Wenn Natur mir oft und alles<br />
Erdenlebens liebe Fülle<br />
Fast zu schwer am Busen wurde,<br />
Daß nur kaum ein trunknes Jauchzen<br />
Noch der Ausdruck lautern Dankes<br />
Für solch süßes Dasein war:<br />
O wie drang es da mich armen,<br />
Mich unmündgen Sohn Apollens,<br />
Dieses alles, schön gestaltet<br />
Unter goldnen Leierklängen,<br />
Fest, auf ewig festzuhalten!<br />
<span id="more-77"></span></p>
<p>Doch, wenn mir das tief Empfundne<br />
Nicht alsbald so rein und völlig,<br />
Wie es in der Seele lebte,<br />
In des Dichters zweite Seele,<br />
Den Gesang, hinüberspielte,<br />
Wenn ich nur mit stumpfem Finger<br />
Ungelenk die Saiten rührte -<br />
Ach, wie oft wollt ich verzweifeln,<br />
Daß ich stets ein Schüler bleibe!</p>
<p>Aber, Liebchen, sieh, bei dir<br />
Bin ich plötzlich wie verwandelt:<br />
Im erwärmten Winterstübchen,<br />
Bei dem Schimmer dieser Lampe,<br />
Wo ich deinen Worten lausche,<br />
Hold bescheidnen Liebesworten!<br />
Wie du dann geruhig deine<br />
Braunen Lockenhaare schlichtest,<br />
Also legt sich mir geglättet<br />
All dies wirre Bilderwesen,<br />
All des Herzens eitle Sorge,<br />
Viel-zerteiltes Tun und Denken.<br />
Froh begeistert, leicht gefiedert,<br />
Flieg ich aus der Dichtung engen<br />
Rosenbanden, daß ich nur<br />
Noch in ihrem reinen Dufte,<br />
Als im Elemente, lebe.</p>
<p>O du Liebliche, du lächelst,<br />
Schüttelst, küssend mich, das Köpfchen,<br />
Und begreifst nicht, was ich meine.<br />
Möcht ich selber es nicht wissen,<br />
Wissen nur, daß du mich liebest,<br />
Daß ich in dem Flug der Zeit<br />
Deine kleinen Hände halte!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Denk es, o Seele!</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:06:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Taennlein gruenet wo, Wer weiss, im Walde, Ein Rosenstrauch, wer sagt, In welchem Garten? Sie sind erlesen schon, Denk es, o Seele, Auf deinem Grab zu wurzeln Und zu wachsen. Zwei schwarze Roesslein weiden Auf der Wiese, Sie kehren heim zur Stadt In muntern Spruengen. Sie werden schrittweis gehn Mit deiner Leiche; Vielleicht, vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Taennlein gruenet wo,<br />
Wer weiss, im Walde,<br />
Ein Rosenstrauch, wer sagt,<br />
In welchem Garten?<br />
Sie sind erlesen schon,<br />
Denk es, o Seele,<br />
Auf deinem Grab zu wurzeln<br />
Und zu wachsen.<br />
<span id="more-75"></span></p>
<p>Zwei schwarze Roesslein weiden<br />
Auf der Wiese,<br />
Sie kehren heim zur Stadt<br />
In muntern Spruengen.<br />
Sie werden schrittweis gehn<br />
Mit deiner Leiche;<br />
Vielleicht, vielleicht noch eh<br />
An ihren Hufen<br />
Das Eisen los wird,<br />
Das ich blitzen sehe!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>An Clara</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[[Cleversulzbach 1837. Als sie ein wenig kurz angebunden gegen mich war] Da dein Bruder Das Ruder Des Hauswesens fuehrt Und kein Narr ist, Sondern Pfarr&#8217; ist, Der ganz Sulzbach regiert, Der zwar, genoetigt, Auf Predigt Und manches verzicht&#8217;t, Auch im Kranze Keine Lanze Fuer Steudel mehr bricht; Da man ihn ferner Trotz Justin Kerner Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Cleversulzbach 1837. Als sie ein wenig<br />
kurz angebunden gegen mich war]</p>
<p>Da dein Bruder<br />
Das Ruder<br />
Des Hauswesens fuehrt<br />
Und kein Narr ist,<br />
Sondern Pfarr&#8217; ist,<br />
Der ganz Sulzbach regiert,<br />
Der zwar, genoetigt,<br />
Auf Predigt<br />
Und manches verzicht&#8217;t,<br />
Auch im Kranze<br />
Keine Lanze<br />
Fuer Steudel mehr bricht;<br />
<span id="more-72"></span><br />
Da man ihn ferner<br />
Trotz Justin Kerner<br />
Als Dichter begruesst,<br />
Und, obgleich Dichter,<br />
Er doch die Lichter<br />
Fuer die Haushaltung giesst;<br />
Da er dir endlich<br />
Unendlich<br />
Viel Gutes erweist,<br />
Wie er noch gestern<br />
Seine Schwestern<br />
Mit Zimtstern gespeist:<br />
So sollt ich schliessen<br />
Aus allem diesen -<br />
Doch ists gescheiter,<br />
Ich sag nicht weiter<br />
Und mach&#8217; ohne Zirkel<br />
Einen schoenen [gekringelter Strich, aehnlich einem "W"].</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>An Clärchen</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.eduard-moericke.de/?p=70</guid>
		<description><![CDATA[Die Freundin immer neu zu schmücken, Ich seh es wohl, ist deine Lust; Darfst du ins Haar den Kranz ihr drücken, Des eignen bist du kaum bewußt. Und deinen Augen zu gefallen Erlaubt sie gern das müßge Spiel. Ach täglich mehr gefällt sie allen, Die allen schon zu sehr gefiel! Du machst sie, wie dir&#8217;s [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Freundin immer neu zu schmücken,<br />
Ich seh es wohl, ist deine Lust;<br />
Darfst du ins Haar den Kranz ihr drücken,<br />
Des eignen bist du kaum bewußt.<br />
<span id="more-70"></span></p>
<p>Und deinen Augen zu gefallen<br />
Erlaubt sie gern das müßge Spiel.<br />
Ach täglich mehr gefällt sie allen,<br />
Die allen schon zu sehr gefiel!</p>
<p>Du machst sie, wie dir&#8217;s auch gelungen,<br />
Kaum lieblicher als je sie war,<br />
Doch jede dieser Neuerungen<br />
Bringt neue Sorge und Gefahr.</p>
<p>Heut ringeltest du Kinderlocken<br />
Wie schön um Hals und Nacken ihr!<br />
Ein Mädchen sieht das unerschrocken,<br />
Allein bedenk, bedenke, wir!</p>
<p>Zwar muß vom Reiz ein Dichter leben,<br />
Er heischt zurück was du versteckt,<br />
Ihm bleibt der Pfeil ins Herz gegeben<br />
Des Schönen, das ihn ewig neckt;</p>
<p>Nur höre auf, der Welt zu zeigen<br />
Den Schatz, den sie uns schon mißgönnt!<br />
Wer gern ein Kleinod hat zu eigen,<br />
Es ist genug, daß er es kennt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Chor jüdischer Mädchen</title>
		<link>http://www.eduard-moericke.de/allgemein/chor-judischer-madchen/</link>
		<comments>http://www.eduard-moericke.de/allgemein/chor-judischer-madchen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.eduard-moericke.de/?p=68</guid>
		<description><![CDATA[Aus einer unvollendeten Oper Wir fürchten uns nicht in des Königs Saale; Er lud uns zum Mahle, So sind wir nun da. Eia la la! Eia la la! Ist doch auch des Königs sein Töchterlein da! Duftende Quellen Springen im Saal, Und wie Gazellen Wir hüpfen ums Mahl. Keine soll stocken im Tanz! Schüttelt nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus einer unvollendeten Oper</p>
<p>Wir fürchten uns nicht in des Königs Saale;<br />
Er lud uns zum Mahle,<br />
So sind wir nun da.<br />
Eia la la! Eia la la!<br />
Ist doch auch des Königs sein Töchterlein da!<br />
<span id="more-68"></span></p>
<p>Duftende Quellen<br />
Springen im Saal,<br />
Und wie Gazellen<br />
Wir hüpfen ums Mahl.</p>
<p>Keine soll stocken im Tanz!<br />
Schüttelt nur Locken und Kranz!<br />
Lustig! im Taumel mutwilliger Tänze<br />
Fliegen die Kränze,<br />
Fliegt es mit Rosen und Bändern im Saal.<br />
Eia la la! Eia la la! usw.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Charis und Penia</title>
		<link>http://www.eduard-moericke.de/allgemein/charis-und-penia/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.eduard-moericke.de/?p=66</guid>
		<description><![CDATA[A: Seht doch den Schläfer dort ins Gras gestreckt! Es ist des Gauklers Sohn, der schöne Knabe, Den gestern wir so lieblich tanzen sahn. Für jetzt das seidne Jäckchen abgeworfen, Den Schatten suchend vor der Mittagssonne, Warf er sich in des Wirtes Garten, faul, Hier unter den Syringenbusch. B: Frei, losgebunden ruht ein jedes Glied; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>A:</p>
<p>Seht doch den Schläfer dort ins Gras gestreckt!<br />
Es ist des Gauklers Sohn, der schöne Knabe,<br />
Den gestern wir so lieblich tanzen sahn.<br />
Für jetzt das seidne Jäckchen abgeworfen,<br />
Den Schatten suchend vor der Mittagssonne,<br />
Warf er sich in des Wirtes Garten, faul,<br />
Hier unter den Syringenbusch.<br />
<span id="more-66"></span></p>
<p>B:</p>
<p>Frei, losgebunden ruht ein jedes Glied;<br />
Nur bei den Knöcheln schmiegen sich die Füße,<br />
Das rote Paar der Stiefeln, umeinander,<br />
Dem Blütenknopfe des Granatbaums gleich,<br />
Der eben aufzubrechen willens ist;<br />
Es scheinen seine Füße wie zum Tanz<br />
In jedem Augenblicke sich zu öffnen.</p>
<p>C:</p>
<p>Es ist, als atmen sie im Schlafe selbst<br />
Den holden Geist des Tanzes! Ja gewiß,<br />
Er träumt Musik zu hören.</p>
<p>A:</p>
<p>Aber seht</p>
<p>Wie rührend spricht aus diesen fremden Zügen<br />
Jetzt offne, reine Menschlichkeit sich aus!<br />
Bajazzos rohe Stimme ist entfernt,<br />
Die Peitsche, die zum Scherze, doch empfindlich<br />
Den Kleinen traf, der sich zum Lachen zwang.</p>
<p>B:</p>
<p>Ich weck auf! und stürzt er auch im Traum<br />
Von seinem Seil, er fällt ins weiche Gras.</p>
<p>Knabe im Schlaf:</p>
<p>No! No! per Dio santo! Mein ist die Wurst,<br />
Du Immeldonnerwetter!</p>
<p>Die Freunde:</p>
<p>Ach so! Das war&#8217;s</p>
<p>Nun, das ist lustig!<br />
!</p>
<p>C:</p>
<p>Er erwacht und hebt</p>
<p>Den Kopf; verstört, beschämt schaut er uns an.</p>
<p>B:</p>
<p>Komm, guter Junge, dort an unsern Tisch!<br />
So recht &#8211; nur munter!<br />
Magst du denn Wurst?</p>
<p>Knabe:</p>
<p>Wurst? Si, cari Signori!</p>
<p>Gern das ik freß.</p>
<p>A:</p>
<p>O Charis! o Penia</p>
<p>Wie seid ihr einzig, wenn ihr euch umarmt!<br />
!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Brockes</title>
		<link>http://www.eduard-moericke.de/allgemein/brockes/</link>
		<comments>http://www.eduard-moericke.de/allgemein/brockes/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 12:59:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.eduard-moericke.de/?p=64</guid>
		<description><![CDATA[Führe mich, Alter, nur immer in deinen geschnörkelten Frühlings- Garten! noch duftet und taut frisch und gewürzig sein Flor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Führe mich, Alter, nur immer in deinen geschnörkelten Frühlings-<br />
    Garten! noch duftet und taut frisch und gewürzig sein Flor.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Meines Vetters Brautfahrt</title>
		<link>http://www.eduard-moericke.de/allgemein/meines-vetters-brautfahrt/</link>
		<comments>http://www.eduard-moericke.de/allgemein/meines-vetters-brautfahrt/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 12:56:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.eduard-moericke.de/?p=62</guid>
		<description><![CDATA[Freut er sich denn auch ein wenig, die künftige Braut zu begrüßen? Aber wo bleibt er so lang? Sagt ihm, die Kutsche sei da! - Droben im Bett noch liegt er, verdrießlich, und lieset in Schellers Lexikon! Als ich ihn schalt, rief er halb grimmig: »Nun ja, Gebt mir andere Strümpf! die haben Löcher &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freut er sich denn auch ein wenig, die künftige Braut zu begrüßen?<br />
    Aber wo bleibt er so lang? Sagt ihm, die Kutsche sei da! -<br />
Droben im Bett noch liegt er, verdrießlich, und lieset in Schellers<br />
    Lexikon! Als ich ihn schalt, rief er halb grimmig: »Nun ja,<br />
Gebt mir andere Strümpf! die haben Löcher &#8211; ach freilich<br />
    Eine Frau muß ins Haus, die mich von Fuß auf kuriert!«</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.eduard-moericke.de/allgemein/meines-vetters-brautfahrt/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
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